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Broad Peak / Chogolisa 2006 „Auf den Spuren von Hermann Buhl“ >>> click hier

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Eintrag vom 2006-06-19

Blick zum Gipfel

Jetzt steht unsere Lagerkette. Lager 1, das sogenannte Zackenlager auf 5800 Meter, Lager 2 auf 6200 m und das Lager 3 befindet sich auf der "Schulter" auf 6900 Meter.

Die Bedingungen waren bislang durchzogen. Nicht nur wegen des Wetters, auch der Neuschnee erschwerte uns den Aufstieg. Dies hatte aber wiederum den Vorteil, dass es kaum blanke Eispassagen gab und wir konnten die 40 bis 45 Grad steilen Flanken immer gemütlich abwärts stapfen.

Unser Besteigungsstil, den Berg ohne Zuhilfenahme von Hochträgern und. Sauerstoffflaschen zu ersteigen, hinterlässt seine Spuren. Und nach mühevollen Tagen, wo wir schwere Lasten den Berg aufwärts schleppten, das Thermometer im Hochlagerzelt bis auf minus 20 Grad herunter gefallen ist, die ersten 3 Gehstunden die Zehen zwecks Durchblutung mehr bewegt wurden als der restliche Körper, das Erreichen neuer Höhen - an die der Körper noch nicht akklimatisiert war - enorme Willenskraft und Energie kostete, stellte wohl der eine oder andere auch die Sinnhaftigkeit seines Vorhabens in Frage. Aber so schnell gedankliche Zweifel auftauchen, so schnell verfliegen sie auch wieder.

Je höher wir hinauf steigen, umso weiter schweifen unsere Blicke in die Ferne. Immer noch aussagekräftigere Panoramen erspähen wir und bei einem einigermaßen windstillen Sonnenuntergang kann sich das Gemüt der Bergsteigerseele voll entfalten. "Allein diesen Moment erleben zu dürfen, waren die ganzen Strapazen wert", ertönt es dann aus einer ausgetrockneten Bergsteigerkehle.

Die nächsten zwei Tage werden wir im Basislager verbringen. Unsere Speicher sollen wieder voll aufgefüllt werden. Denn danach, sofern das Wetter mitspielt und es zeichnet sich eine Schönwetterperiode ab, wollen wir zu unserem Gipfelgang antreten. Das Glück stehe uns bei.


Aufstieg ins Lager 2

Aufstieg ins Lager 2. Bei viel Neuschnee suchen wir aus Sicherheitsgründen den Weg durch die Felsen.


Aufstieg in Richtung Lager 2

Aufstieg in Richtung Lager 2.


Abmarsch vom Lager 2

Abmarsch vom Lager 2 (links unten im Bild). An die tiefen Temperaturen müssen wir uns erst gewöhnen.


Der Gipfel scheint zum Greifen nah

Der Gipfel scheint zum Greifen nah, doch der Weg ins Lager 3 ist noch weit. "Resl" ist wieder einmal in überragender Form und spurt knietief voraus.


Wolfgang Wörister

Wolfgang kann es kaum fassen. So hoch wie er heute steigt, war er noch nie zuvor. Die ganzen Mühen ergeben einen Sinn.


Aufbau von Lager 3

Aufbau von Lager 3. Sepp Bachmair hat noch überschüssige Energien und hackt störendes Eis hinter dem Lagerzelt weg. Hier haben wir bereits das Gefühl: "Mit einer Trittleiter steigst du in den Himmel ein."


Dieter kommt nach

Dieter kommt nach. Beim Losmarschieren vom Lager 2 spürte er seine Zehen nicht mehr. So blieb er zuerst im Zelt und wartete auf die wärmenden Sonnenstrahlen.


Abfahrt mit Schiern

Peter Ressmann "Resl" und Sepp Bachmaier fahren mit ihren Schiern über den Weg der Erstbegeher (Bild zeigt die Passage unterhalb des sogenannten Wächtenlagers) abwärts. Eine beeindruckende Fahrt durch die Gletscherwelt.


Stunde der Entspannung.

Stunde der Entspannung. Markus sitzt bei Sonnenuntergang im Lager 1 und lässt die Seele baumeln.


 

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